Ratgeber

Google Unternehmensprofil erstellen: Schritt für Schritt für Betriebe in Österreich

Das Unternehmensprofil ist oft das Erste, was Kunden von Ihrem Betrieb bei Google sehen. Wir zeigen, wie Sie es anlegen, bestätigen und von Beginn an richtig ausfüllen.

Wer nach einem Installateur in der Nähe, einer Steuerberatung im Bezirk oder einem Gasthaus für Samstagabend sucht, sieht bei Google oft zuerst eine Karte mit Betrieben, Sternen und Öffnungszeiten. Diese Einträge stammen aus dem Google Unternehmensprofil, früher Google My Business. Ein Profil ist kostenlos, und das Anlegen dauert nicht lange. Entscheidend ist, dass es von Anfang an richtig ausgefüllt wird. Dieser Beitrag führt Sie durch die Schritte und zeigt, worauf Google bei den Angaben achtet.

Worum es geht

Das Unternehmensprofil ist der Eintrag Ihres Betriebs in der Google-Suche und in Google Maps. Es zeigt Name, Adresse oder Einzugsgebiet, Telefonnummer, Öffnungszeiten, Fotos und Rezensionen. Für viele Suchanfragen mit Ortsbezug ist es sichtbarer als jede Website.

Angelegt wird das Profil laut der Google-Hilfe zum Hinzufügen eines Unternehmens über business.google.com/add. Sie melden sich mit einem Google-Konto an, wählen „Unternehmen zu Google hinzufügen“ und geben die Angaben nach der Anleitung am Bildschirm ein. Prüfen Sie vorher, ob es Ihren Betrieb schon gibt, etwa weil ein Kunde ihn eingetragen hat. Dann übernehmen Sie den bestehenden Eintrag, statt einen zweiten anzulegen.

Danach folgt die Bestätigung. Erst damit weiß Google, dass Sie den Betrieb wirklich vertreten. Laut der Google-Hilfe zur Bestätigung gibt es dafür Telefon, SMS, E-Mail, Postkarte und Live-Videoanruf. Welche Wege angeboten werden, entscheidet Google je nach Betrieb. Die Prüfung kann bis zu fünf Arbeitstage dauern. Eine Postkarte kommt meist innerhalb von 14 Tagen, der Code darauf gilt 30 Tage.

Was das für Betriebe in Österreich heißt

Die Angaben im Profil folgen klaren Richtlinien für die Darstellung von Unternehmen. Wer sie missachtet, riskiert, dass Google den Eintrag ändert oder sperrt. Die wichtigsten Punkte:

  • Name: genau so, wie Ihr Betrieb auch auf Schild, Briefpapier und Rechnung heißt. Zusätze wie „Installateur Klagenfurt“ oder Werbesprüche haben im Namen nichts verloren. Die Rechtsform nur, wenn sie wirklich Teil des Namens ist.
  • Adresse: nur ein echter Standort. Postfächer und virtuelle Büros sind nicht erlaubt.
  • Einzugsgebiet: Arbeiten Sie beim Kunden, etwa als Elektriker oder Maler, und empfangen keine Kunden vor Ort, blenden Sie die Adresse aus und geben ein Einzugsgebiet an. Laut der Google-Hilfe zum Einzugsgebiet sind bis zu 20 Gebiete möglich, als Richtwert höchstens rund zwei Autostunden vom Standort.
  • Kategorie: so wenige und so genaue wie möglich. Die Hauptkategorie beschreibt, was Ihr Betrieb ist, nicht alles, was er anbietet.
  • Telefon: eine Nummer, die Sie selbst verwalten, keine Callcenter- oder Weiterleitungsnummer.
  • Öffnungszeiten: die regulären Zeiten, dazu Sonderzeiten für Feiertage. Wer nur nach Termin arbeitet, gibt in der Regel keine Öffnungszeiten an.
  • Website: ein Link auf Ihre eigene Website, nicht auf ein Social-Media-Profil.
  • Beschreibung: sachlich, ohne Links und ohne Preisaktionen.

Für jeden Standort gibt es ein eigenes Profil. Haben Sie zwei Filialen, legen Sie zwei Profile an. Für Orte, an denen Sie keinen Standort haben, ist das Einzugsgebiet der richtige Weg, nicht ein weiteres Profil.

Ein Punkt betrifft Betriebe in Österreich besonders. Die Wirtschaftskammer hält fest, dass die Impressumspflicht nach § 5 ECG auch für Unternehmensauftritte in sozialen Medien gilt und die Angaben leicht erreichbar sein müssen. Das Unternehmensprofil nennt sie dort nicht ausdrücklich. Auf der sicheren Seite sind Sie, wenn das Profil auf eine Website mit vollständigem Impressum verweist. Im Zweifel klären Sie die Frage mit Ihrer Interessenvertretung.

Was Sie jetzt tun können

Mit diesen Schritten steht Ihr Profil in kurzer Zeit:

  • Suchen: Geben Sie Ihren Betriebsnamen und Ort bei Google Maps ein. Gibt es schon einen Eintrag, beantragen Sie die Inhaberschaft.
  • Anlegen: Über business.google.com/add mit einem Google-Konto, auf das Ihr Betrieb dauerhaft Zugriff hat, nicht mit einem privaten Konto einer einzelnen Mitarbeiterin.
  • Bestätigen: Wählen Sie eine der angebotenen Methoden und halten Sie bei Video Geschäftsräume, Werkzeug oder Firmenfahrzeug bereit.
  • Ausfüllen: Name, Kategorie, Adresse oder Einzugsgebiet, Telefon, Öffnungszeiten und Website so eintragen, wie sie auf Ihrer Website stehen. Einheitliche Angaben helfen Google, Ihren Betrieb eindeutig zuzuordnen.
  • Fotos hochladen: Logo, Titelbild und echte Aufnahmen von Team, Räumen oder Arbeiten. Laut Google-Hilfe zu Fotos als JPG oder PNG zwischen 10 KB und 5 MB, empfohlen sind 720 × 720 Pixel.
  • Pflegen: Antworten Sie auf Rezensionen, veröffentlichen Sie gelegentlich einen Beitrag und tragen Sie Feiertage rechtzeitig ein.

Wie Sie das Profil danach laufend aktuell halten, erklärt unser Beitrag Google Unternehmensprofil richtig pflegen. Wenn Sie wissen möchten, wie vollständig Ihr bestehendes Profil ist, prüfen Sie es kostenlos auf unserer Seite zum Google Unternehmensprofil. Was bei unfairen Rezensionen möglich ist, lesen Sie im Beitrag Unfaire Google-Bewertung.

Häufige Fragen

Kostet das Google Unternehmensprofil etwas?

Nein. Anlegen, Bestätigen und Pflegen sind kostenlos. Kostenpflichtig sind nur Werbeanzeigen, die Sie zusätzlich schalten können.

Wie lange dauert die Bestätigung?

Laut Google bis zu fünf Arbeitstage, in seltenen Fällen länger. Bei der Postkarte kommt die Zustellzeit dazu, meist bis zu 14 Tage.

Darf ich meinen Ort oder meine Leistung in den Namen schreiben?

Nur, wenn er auch offline so heißt. Zusätze, die nur für die Suche ergänzt werden, verstoßen gegen die Richtlinien und können zur Sperre führen.

Ich arbeite von zu Hause aus. Muss meine Adresse sichtbar sein?

Nein. Wenn Kunden nicht zu Ihnen kommen, blenden Sie die Adresse aus und geben stattdessen ein Einzugsgebiet an. Ein virtuelles Büro oder ein Postfach dürfen Sie dafür nicht eintragen.

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Unverbindlich, online oder bei Ihnen vor Ort – direkt mit Marcel.